El buque "Esmeralda", símbolo de la impunidad criminal en Chile

 The "Esmeralda" ship, a symbol of criminal impunity in Chile

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Die "Esmeralda", Folterkammer der chilenischen Marine


Von Germán F. Westphal
Übersetzung Michael Schmitt

Vor 30 Jahren, am 11. September 1973, stürzte General Pinochet die konstitutionelle chilenische Regierung Dr. Salvadore Allendes in einem blutigen Coup d'Etat. Während der siebzehnjährigen Diktatur verwandelte er Chile in ein Reich des Staatsterrorismus - die grausamste Form des Terrorismus - da es auf die staatliche Autorität angewiesen ist, um seine Verbrechen zu begehen. Nach offiziellen Daten sind in diesem Zeitabschnitt 3197 Männer und Frauen brutal von staatlichen Akteuren ermordet worden. Unter diesen befanden sich 49 Kinder zwischen 2 und 16 Jahre einer von ihnen ein dreizehnjähriger Junge, der mit 11 Schusswunden im Körper und 9 im Kopf aufgefunden wurde- und 126 Frauen -einige davon schwanger sowie etwa 50 Ausländer.


Nach Berichten der inter-amerikanischen Menschenrechtskommission der Organisation amerikanischer Staaten (Report 14/OCT/74), Amnesty International (Report AMR 22/32/80), des amerikanischen Senates (Resolution 361 –16/JUN/86 und der chilenischen Wahrheitskommission (Teil 3, Kapitel 1, Sektion 2f2) wurde die "Esmeralda" in der Zeit nach dem 11. September 1973 von der chilenischen Marine als Gefangenlager und Folterzentrum im Hafen von Valparaiso benutzt.


Zeugenaussagen vom chilenischen Anwalt Luis Vega, der im Jahre 2001 in israelischen Exil verstarb, vom ehemaligen Regierungsbeamten des Nationalen Institutes für landwirtschaftliche Entwicklung Claudia Correa, der derzeit im Vereinigten Königreich lebt, und vom Universitätsprofessor und Ex-Bürgermeister von Valparaiso, Sergio Vuscovic, der derzeit in Chile lebt, belegen, dass die "Esmeralda" in der Tat als schwimmende Folterkammer benutzt wurde.


Nach dem Bericht der nationalen Wahrheitskommission im Fall "Esmeralda" fanden die Ermittler der Kommission fanden heraus, dass sich eine Spezialeinheit der Marine auf dem Schiff befand, die die auf dem Schiff gefangengehaltenen sowie andere die extra dorthin gebracht wurden, verhörten. Normalerweise wurde bei diesen Verhören auch Folter angewandt. Nach angaben im selben Bericht gab es weitere Gefangenlager auf den Kargoschiffen Maipo und Lepu.


Die angegebene Zahl der Gefangenen unterscheidet sich je nach Zeugenaussage, da diese von Schiff zu Schiff gebracht wurden. Der US Senat (1986) gibt an, dass es zur einem gegeben Zeitpunkt 112 Gefangene gab. Nach vorhanden Beweisen wurden 40 Frauen Folter aller Art, Vergewaltigung und andere Verletzungen ihre Würde und Rechte ausgesetzt. Des weiteren fand sich unter den Gefangenen ein chilenisch-britischer Priester, Michael R. Woodward, der in eine Marinehospital eingewiesen werden musste. Letzten Endes erlag Pfarrer Woodward den Folgen der Folter. Die chilenische Marine kam der Forderung der chilenischen Kirche nach Herausgabe seines Leichnams nicht nach und verscharrte ihn in einem Massengrab auf dem später eine Strasse gebaut wurde. Die Ermordung des Pfarrer Woodward ist Teil der Anklage des spanischen Richters Baltasar Garzón gegen Augusto Pinochet wegen Völkermord, internationalerm Terrorismus, darunter viele Ermordungen, Mordkomplotte, Entführung, Folter und Verschwindenlassen. Über Woodwards Haft wurde zuerst in der Zeitung "La Estrella" aus Valparaiso im September 1973 berichtet. Dies geschah zu einer Zeit in der alle chilenische Medien, inklusive "La Estrella" vom Militär zensiert wurden.


Die Galionsfigur der "Esmeralda" -der Condor ist nicht das chilenische Nationalemblem, sondern erinnert auch and Operation Condor, ein internationale Terrorismusstrategie, die von Augusto Pinochet und seinen militärischen Unterstützern entworfen wurde, um die militärische Repression in Ländern Südamerikas, Europa und den USA zu koordinieren. Operation Condor ermöglichte es ihnen, auf militärische Geheimdienste zurückzugreifen, um den Chilenischen General Prats in Buenos Aires und Präsident Allende Aussenminister Orlando Letelier in Washington D.C. zu ermorden. Des weiteren wird Operation Condor ein Ermordungsversuch am ehemaligen chilenischen Vize-Präsident Bernarndo Leighton in Rome und der Tot des Ex-Präsidenten Joao Goulart in Brasilien zugeschrieben.



Die "Esmeralda" ist nicht nur Chiles Folterkammer, was gründlich dokumentiert wurde, sondern auch zusammen mit dem Raubvogel an ihrem Bug ein Symbol für die ruchlosesten Verbrechen, die in Südamerika je begangen wurden. Der jährliche Trip des Schiffes zu verschiedenen Häfen der Welt sollte nicht willkommen geheißen werden, bis die chilenische Marine ihrer moralische Feigheit überwindet, die kriminelle Nutzung des Schiffes anerkennt und sich bei Opfern der an Bord stattgefunden Folter entschuldigt.


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Pagina puesta al dia / Updated 15 March 2006     -       Webmaster